Bericht zur Unterbezirkskonferenz

 
 

Der Plan steht, jetzt folgt die Umsetzung!
„Zusammen zum Ziel – Stärkste Kraft 2016 “: So lautet der Auftrag, dem sich die Jusos der Region Hannover nach der erfolgreichen Unterbezirkskonferenz stellen werden. 59 Delegierte beschlossen am 5. März 2016 im Bürgerhaus Misburg eine Vielzahl von Anträgen und berieten das Arbeitsprogramm für das kommende Jahr. Zusätzlich wurde der neue Unterbezirksvorstand gewählt, der sich über große Zustimmung bei den Wahlen seitens der Delegierten* freute.

 

Lisa van der Zanden (25, Nordstadt) und Adis Ahmetovic (22, Hannover-NordOst) bilden zusammen die Doppelspitze im kommenden Vorstandsjahr. Bei den Wahlen stimmten 83 Prozent der Delegierten für Lisa van der Zanden und 91 Prozent für Adis Ahmetovic, der als Vorsitzender bereits in den vergangenen zwei Jahren mit Katharina Andres den Vorsitz des Juso-Unterbezirks der Region Hannover übernahm. Die neue Doppelspitze wird durch folgende zwölf Stellvertreter*innen unterstützt: Aleks Bogdan (Laatzen), Christine Engel (Wedemark), Jan Hartge (Isernhagen-Burgwedel), Tobias Hinze (Vahrenwald-List), Kashan Karem (Hannover-SüdWest), Marlo Kratzke (Hannover-SüdWest), Patryk Kwitowski (Vahrenwald-List), Sabrina Lukac (Hannover-NordOst), Philipp Neessen (Isernhagen-Burgwedel), Ermana Nurkovic (Springe), Lisa-Sophie Reinke (Vahrenwald-List) und Ramona Hillmann (Hannover-NordWest). Die Delegierten der Konferenz nominierten Philip Le Butt für den Juso-Bezirksvorsitz und sowohl Theresa Abend als auch Fabian Schrum als stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende.

Neben den personellen Entscheidungen stand die inhaltliche Schwerpunktsetzung im Fokus der Unterbezirkskonferenz. Die aktiven Arbeitskreise Bildung, Feminismus, Inneres, Internationales, SAW (Soziales, Arbeit, Wirtschaft) und Umwelt, Verbraucher*innen- und Tierschutz setzen in dem einstimmig beschlossenen Arbeitsprogramm klare Aufgaben und Ziele: Etablierung von Schüli-Strukturen, Kampf um eine geschlechtergerechte und menschliche Gesellschaft, der AfD und anderen Rechten keinen Platz zu bieten und Solidarität mit Geflüchteten zu bekennen. „Wir dürfen unsere Demokratie nicht einer Partei überlassen, die gegen Menschen hetzt, die vor Elend und Krieg fliehen. Eine Partei, die sich klar gegen Internationalismus und Feminismus ausspricht. Die AfD ist eine Bedrohung für unsere Demokratie, sie ist aktuell der größte Gegner aller Demokrat*innen", sagte der Juso-Vorsitzende Adis Ahmetovic.

Des Weiteren soll der interkulturelle Dialog fortgesetzt, die Bereiche Entwicklungshilfe und der Kampf gegen den IS thematisiert und Einblicke in die verschlossenen Systeme Iran/Saudi-Arabien gewonnen werden. Ferner soll sich der erfolgreichen Inklusion gewidmet werden, wobei eine Inklusionstour durch die AGen angeboten wird. Ebenso sind die Aspekte der ökosozialen Marktwirtschaft, die Diskussion zur Videoüberwachung in den Fahrzeugen der Üstra und die artgerechte Tierhaltung wesentliche Themenschwerpunkte, die in den Arbeitskreisen behandelt werden. Die Jusos in der Region Hannover freuen sich bereits jetzt darüber, am 8. Juli 2016 mit Staatsminister Michael Roth, MdB über das Themengebiet „Krieg und Frieden“ diskutieren zu können.

Die Delegierten nahmen einige Anträge an, darunter exemplarisch folgende:

Die Regions-Jusos fordern die Einführung des Wahlpflichtkurses „Gebärdensprache“ an allgemeinbildenden Schulen in Niedersachsen. Die Notwendigkeit der Einführung spiegelt sich in der Tatsache wider, dass rund 6000 Menschen in Niedersachsen auf diese Form der Fremdsprache angewiesen sind.

Eine neue Form des Genderns wurde beschlossen: Die Jusos Region Hannover werden künftig mit dem Sternchen (*) gendern, da hiermit signalisiert wird, dass alle Menschen, und nicht nur zwei Geschlechter, anerkannt werden.

Der von den Jusos Linden-Limmer eingebrachte Antrag „Wer hat Angst im Dunkeln? – Angsträumen entgegentreten“ erhielt vollkommene Zustimmung seitens der Delegierten und wurde somit einstimmig beschlossen.

„Ich freue mich über die guten Debatten, die wir auf unserer Konferenz geführt haben. Es ist wirklich beeindruckend zu wie vielen Themen die Jusos aus der ganzen Region Hannover Anträge geschrieben haben“, fasste die neu gewählte Vorsitzende Lisa van der Zanden die Antragsberatung auf der Konferenz zusammen. „Vor allem unser Antrag für gendergerechte Sprache war mir eine echte Herzensangelegenheit, weshalb mich die große Unterstützung dieses Beschlusses ganz besonders freut.“

Weitere Kernforderungen wurden von den Regions-Jusos herausgearbeitete: In der Region Hannover sollen W-LAN Hotspots in Bussen und Bahnen sowie an weiteren zentralen Orten geschaffen werden. Des Weiteren soll bezahlbarer Wohnraum für junge Menschen entstehen und die kostenlose ÖPNV-Nutzung für Schüler*innen und Berufsschüler*innen fokussiert werden. „Unsere Forderungen sind zu realisieren. Wir müssen dafür aber streiten, da es kein Selbstläufer wird", erklärt Ahmetovic. „Gemeinsam können wir für die Jugendlichen in der Region Hannover viel erreichen. Dafür kämpfen wir in den nächsten Monaten“, ergänzt Lisa van der Zanden.

In Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen sind sich die Delegierten* einig: Die SPD soll vom Ortsrat bis zur Regionsversammlung die stärkste politische Kraft in der Region darstellen. „Wir können die Wahlen nur gewinnen, wenn wir Hand in Hand mit der SPD an denselben Zielen arbeiten. Nur eine harmonische und geschlossene Partei kann die Menschen draußen für sich gewinnen und mobilisieren", so der Juso-Vorsitzende. Lisa van der Zanden resümiert: „Zusammen zum Ziel: Das ist unser Motto für das Kommunalwahljahr 2016. Dies gilt sowohl für uns Jusos selbst, als auch für das Verhältnis zwischen uns und unserer Mutterpartei SPD.“